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Supermoto Challenge Villars - 22. + 23.7.2006

Defektes Kugellager - Kein Start möglich !

Die Sektion Swiss-Performance führte unter der Leitung des OK Präsidenten Philipp Kempf und vielen Helfern zum zweiten Mal ein Rennen in Villars-sous-Ecot durch. Diesmal im Rahmen der SAM-Supermoto-Challenge 2006.

Mit grossem Selbstvertrauen bin ich ins erste von zwei Freitrainings gegangen. Da mir die Strecke in Villars besonders liegt, war ich natürlich gespannt, was die "Konkurrenz" hier so alles drauf hat.
In der ersten Runde wärmte ich die Reifen noch ein wenig auf. Dann aber gab ich etwas mehr Dampf. Nur Cyrill Scheiwiller #50 kann mir noch folgen. Besonders der Tabel und die enge Spitzkehre mit dem darauffolgenden Doppelsprung erwische ich immer absolut perfekt. Mit über einer Sekunde auf Cyrill und bereits über vier Sekunden auf den Dritten, Fabian Tellenbach #45 ist mir das erste Freitraining gut gelungen.




 

Chrigi #74, der bei den Rookies startet, kann nach langer "Aus-Zeit" endlich zum ersten Rennen der SAM-Meisterschaft starten.
Die Handverletzung, die er sich im Trainingslager in Turin zugezogen hat, ist nun gut verheilt und in Hoch-Ybrig und St.Stephan hat er bereits gemerkt, dass er gut mit den anderen mithalten kann.

Entsprechend motiviert geht Chrigi #74 ins erste Freitraining. Der sechte Platz verspricht Gutes .....

 


Im zweiten Freitraining klemmt sich Cyrill #50 sofort an meine Fersen, resp. an mein Hinterrad. Wir gehen beide schon ein wenig näher ans Limit. Mit unseren Zeiten hätten wir übrigens auch in den anderen Kategorien nicht schlecht abgeschnitten .....

Cyrill #50 klebt zäh an mir dran und auch über den Tabel kann ich ihn nicht entscheiden distanzieren. Erst in der Kurvenkombination nach Start und Ziel, nehme ich ihm regelmässig 10 - 15 Meter ab. Wir sind auch diesmal wieder um 4 bis 5 Sekunden schneller als die anderen Fahrer.  


Ich freue mich schon auf das Zeittraining. Doch plötzlich merke ich, dass etwas am Antrieb nicht stimmt. Zuerst vermute ich einen Platten, sehe aber sofort, dass dem nicht so ist. Ich fahre auf die Wiese und bemerke jetzt, wie Oel ausläuft.

Dad kommt jetzt auch angesprungen und sieht ebenfalls, dass da etwas gröberes passiert ist. Gemeinsam schieben wir die YAMAHA zurück ins Fahrerlager.
Hier sehen wird dann das Ausmass des Schadens - Zerfeztes Antriebswellenlager, angebrochener Sitz des Simmerrings und damit das Ende eines so gut begonnen Rennweekends .......  


Gegen 17:00 Uhr treten wir ziemlich frustriert den Heimweg an.... Wie hätte dieses Weekend doch so schön sein können. Nun aber ist Sonntagsarbeit angesagt.

Dad ist bereits um 08:00 Uhr unten in der Garage am Schrauben. Gegen 10:00 Uhr packt mich das schlechte Gewissen und ich helfe mit, den Motor aus der YZ auszubauen.

Da wir logischerweise alles gründlich putzen und auch auch noch die Schwingenlager bei dieser Gelegenheit auswaschen und neu einfetten, ist es bereits 12:00 Uhr als alles demontiert und ausser dem Motor, wieder für den Zusammenbau bereit ist.  


Jetzt muss nur noch der Motor komplett zerlegt werden. Gegen 15:00 Uhr ist auch das erledigt. Am Montag werden jetzt noch die Lager und die Kurbelwelle demontiert. Ob das Kurbelwellen-Gehäuse ersetzt werden muss wird sich noch zeigen. Vielleicht kann Rolf Kopinits - ein Meister seines Fachs - mit dem nötigen Feingefühl das Gehäuse doch noch retten. Ich hoffe es ......

Ja, was doch so ein kleines Kugellager alles anrichten kann! Hätte ich nicht geglaubt. Wieso aber, dieses Teil seinen Geist aufgegeben hat, wissen nur die Götter .....  


So viel von heute. Da mir noch niemand etwas konkretes vom Sonntag berichten konnte oder wollte, endet der Bericht vom SAM-Supermoto-Challenge 2006 in Villars an dieser Stelle.

In vier Wochen wird an gleicher Stelle eine Zweite Veranstaltung stattfinden.
Ich hoffe, dass dann meine Zeit kommen wird ......


> Indy's Photogallery

> Resultate


 

Leider haben sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet. Nachdem der Motor geöffnet ist, zeigt sich das Ausmass der Zerstörung!
Reste des defekten Kugellager haben den Weg ins Getriebe gefunden und dort neben der Oelpumpe auch noch zwei Zahnräder zerstört......
Zusätzlich ist auch noch die Kupplungsausrückwelle gebrochen.

Fazit: 5 Tage vor dem Rennen in Buchs AG ist der Motor komplett zerlegt und ich weiss nicht ob ich in Buchs überhaupt starten kann.....

Ich hoffe nun, dass die bestellten Teile (Kurbelwellengehäuse + Zahnräder) noch zur rechten Zeit eintreffen! Dann hängt alles nur noch von Thomi Matusik vom Zweiradsporthaus-Küng und von meinem Dad ab ........  


Nachdem der Motor zerlegt worden ist, zeigte sich der ganze Schaden. 3 defekte Zahnräder, Oelpumpe zerstört, beide Hälften des Kurbelwellengehäuse unbrauchbar und noch mehr....
Als ich die Kosten dieser Teile gehört habe, dachte ich echt ans Aufhören ....

Warum nur musste mir das passieren ? Ich hoffe nun, dass man mir ein wenig bei den Kosten entgegenkommt. Nun, in vier Tagen wäre Buchs AG an der Reihe. Im Moment sehe ich schwarz !

Ich brauche jetzt einen Super-Dad, mit viel Kohle und noch mehr Zeit zum schrauben ! Dann könnte es vielleicht noch klappen ......  


Am Mittwoch 26.Juli 2006 konnten wir den Motor wieder montieren. Nach zwei abgebrochen Schrauben an der Motoraufhängung, die wie es sich gehört, mit dem Drehmomentschlüssel gemäss Werkstatthandbuch angezogen worden sind (44 Nm) und der tatkräftigen Mithilfe von Hans Meier konnte der Motor um 22:00 Uhr zur Freude der Nachbarschaft gestartet werden.

Der Motor lief nach endlosen Kickversuchen und mehreren Anschiebemanöver dann endlich an. Ausser dass dem Motor zügig Oel verlor und damit die Strasse versaute, schien alles normal zu laufen. Also wieder in die Garage rein und mal schauen, wo das Oel herrausläuft .....

Schon bald war der Ort eruiert. Der linke Anschluss der Oelzuleitung am Motor „seichte“. Eine neue Dichtung musste montiert werden. Nach einem erneutem Startversuch scheint jetzt alles zu halten ......

Ich bin jetzt zuversichtlich, in Buchs AG starten zu können. Hey, war das eine strube Woche !



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