Zwei Wochen nach dem Rennen Büron, sollten in Frauenfeld die nächsten zwei Läufe ausgetragen werden. Das letzte Jahr hatte ich hier kein Glück, denn ich verlor im Rennen den Benzinschlauch und musste das Rennen aufgeben.
Das Freitraining und das Zeittraining wurden diesmal zusammengelegt. Meine Maschine lief gut und auf den Geraden wurden bis zu 110 km/h Spitzengeschwindigkeiten erreicht. Auf der breiten und übersichtlichen Strecke ist es sehr wichtig, dass man den Speed in die Kurven mitnehmen kann. Irgendwie ist mir das dann nicht so richtig gelungen. Der neunte Startplatz war dann auch der bisher schlechteste in dieser Saison.
Für den ersten Lauf war ich nicht sehr optimistisch. Trotzdem gelingt mir ein Superstart. Wie immer suche ich sofort das Hinterrad von Reto #2. Es gelingt mir, mich hinter Marco #4, Jonathan #7 und Michael Bürgi #22 auf der vierten Position einzureihen. Doch schon bald merke ich, dass hinter mir Simon Reichenwallner #5 und Willy Dafflon #18 (immer wieder er !!!) mächtig Druck machen. Anfangs kann ich ihnen auf den Geraden immer wieder wegziehen. Doch in der fünften Runde erwischen sie mich eiskalt. Zuerst zieht Simon innen durch und kurz darauf kann ich auch Willy nicht mehr halten. Da der Offroad plattgewalzt ist, habe ich keine Vorteile und kann darum auch nicht mehr kontern. Vorne aber zieht Reto #2 einsam seine Runden und gewinnt mit 17 Sekunden Vorsprung den ersten Lauf. Ich muss froh sein, dass mich Valentin Berger #16 nicht auch noch überholt. Der siebte Platz war eine kleine Entäuschung für mich.
Die Rennen in Frauenfeld wurden leider von einem tragischen Unfall überschattet. Stefan Schärer #27, ein 25-jähriger Fahrer der Kategorie Rookie stürzte mit seinem Motorrad und zog sich dabei schwerste Kopfverletzungen zu. Er verstarb noch auf der Unfallstelle. Die Veranstaltung wurde daraufhin abgebrochen. Wir alle waren sehr traurig.....